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Sommer in Graubünden – Natur, Abenteuer & Greenstyle in der schönsten Bergregion

Den Sommer in der eigenen Heimat zu verbringen und die Gegend mit Besucheraugen zu erkundigen machen wir nicht jeden Tag. Als mich das LAAX Team angefragt hat, ihr Angebot und das Greenstyle Konzept zu erleben, wurde ich sehr neugierig. Graubünden ist der flächengrösste Kanton der Schweiz und hat neben der Dreisprachigkeit eine einzigartige Naturvielfalt zu bieten. Kristallklare Bergseen, heimelige Berghütten, malerische Wanderwege und tosende Bergbäche laden zum Entspannen ein.

Die Ferienregion Flims/ Laax/ Falera bietet im Winter ein Schneeparadies, doch im Sommer hat sich die Region von einem Geheimtipp zum „place to be“ für alle Biker, Wanderer, Schwimmer sowie Naturliebhaber gemausert. Atemberaubende Natur zusammen mit ausgezeichneter Infrastruktur am Berg und im Tal sind einige der Gründe, um sich in meine Heimat zu verlieben!

Auf dem Blog gibt es bereits einen Guide zu den schönsten Bergseen (Caumasee & Crestasee). In diesem Beitrag möchte ich euch jedoch ein rundum gelungenes Bergwochenende und ultimatives Outdoor-Sommerprogramm vorstellen. Selbst bei schlechtem Wetter ist in LAAX mit coolem Actionprogramm für Nervenkitzel oder  entspannendem Wellnessnachmittag gesorgt.

Unterkunft

Riders Hotel

Das stylische Riders Hotel öffnet erstmals auch im Sommer seine Türen und ist besonders bei jungen und umweltbewussten Gästen beliebt. Bisher war mir das Hotel nur als Ausgangspunkt vom Skitourismus und insbesondere der Boarder Community bekannt. So war ich positiv überrascht, wie sich das Konzept zu einem Treffpunkt für Kunstliebhaber, Sportbegeisterte wie auf Gourmetfreunde verändert hat. Die Zimmer sind elegant eingerichtet und für die unterschiedlichen Bedürfnisse zugeschnitten.

Das erste vegetarische Restaurant in der Gegend überzeugt mit einer einfachen und leckeren Karte. Zudem ist es Teil des Nachhaltigkeitskonzepts, denn wusstet ihr, dass bei vegetarischen Speisen weniger Food Waste entsteht? Gleiches gilt für das Frühstücksbuffet – lokale Käsespezialitäten ja, Fleisch nein. Mein Tipp: Probiert unbedingt die hausgemachte Hafermilch! (insbesondere zum Kaffee 😉

Greenstyle

Das Riders hat ein klares Nachhaltigkeitsversprechen und ist in mit seinem Konzept ein Vorreiter in der Gastro- & Hotelleriebranche. Die Strategie lautet: REDUCE-REUSE-RECYCLE.

Interior: Die Möbel versprühen einen Vintage Flair, so sind beispielsweise die Barhocker mit einem upgecycelten Teppichstoff bezogen. Auch die Bettwäsche aus nachhaltig gewonnenen Leinen.

Energie: Weitere Nachhaltigkeitsaspekte sind auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Das Riders Hotel speist seinen Energiebedarf bereits seit 15 Jahren aus dem Wasserspeicher und sorgt somit für maximale Energieeffizienz. Ausserdem steht eine Fotovoltaik auf dem Dach, welche ebenso dazu beiträgt, dass das Hotel CO2 neutral ist.

Food Waste: Äusserst vorbildlich ist das Food Waste Programm mit dem Startup Kitro. Es wurde mit dem Ziel konzipiert das Volumen weggeworfener Lebensmittel zu messen und den Umgang mit Lebensmitteln zu optimieren. So können Mengen angepasst werden, weniger eingekauft und produziert werden und dadurch entstehen weniger Emissionen. Aber das Wichtigste – die Esswaren landen auf dem Teller und nicht im Müll.

Beauty: Die Hotelzimmer sind mit Seifen und Duschprodukten von Soeder ausgestattet und ebenso finden sich an stark frequentierten Orten wie Aufzug oder Toiletten Desinfektionsmittel vom Züricher Unternehmen. Die Produkte sind natürlich sowie 100% biologisch abbaubar.

Aktivitäten

E-Bike Tour & Badespass

Länge: 16.5 km Dauer 2.15h

Grundsätzlich bin ich kein grosser Fan von Fahrradfahren, aber mit einem E-Bike lässt sich selbst die Berglandschaft äusserst angenehm erkunden. Insbesondere die beiden Bergjuwelen Caumasee und Crestasee sind ein MUSS, wenn ihr in LAAX seid. Wir sind vom Riders Hotel gestartet und bereits nach 15 Minuten sind wir am Lag Prau Tuleritg vorbeigefahren und konnten den Caumasee von oben sichten. Auf der Rundfahrt lohnt es sich einen weiteren Zwischenhalt bei Conn zu machen.

Der Aussichtsturm «Il Spir» bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Rheinschlucht, oder auch der «Swiss Grand Canyon» genannt. Die Rheinschlucht liegt zwischen Reichenau und Ilanz und zeichnet sich durch wilde Schluchten und schroffe Felsen aus und wenn ihr Glück habt, könnt ihr sogar die roten Züge der rhätischen Bahn sehen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause gings weiter zum Crestasee. Wie ihr wisst, bin ich als Einheimische hier oft zu Besuch. Aber jedes Mal aufs Neue bewundere ich die wunderschöne Seelandschaft. Auch wenn der Crestasee nicht ganz so blau leuchtet, wie der Caumasee gefällt es mir hier viel besser, denn er ist nicht allzu überlaufen, und insbesondere frühmorgens oder spätabends habt ihr die glasklare Wasserspiegelung praktisch für euch alleine.

Zum ersten Mal war ich zum Abendessen im Restaurant am Crestasee. Neben dem bereits getesteten leckeren veganen Eis, kann ich euch den Burgerpatty mit Gemüse äussert empfehlen. Aber natürlich sind die Bündner Spezialitäten wie Pizokels für alle Käseliebhaber ein Muss 🙂

Wandern im UNESCO Weltnaturerbe Sardona

Panoramaweg zur Segneshütte nach Alp Nagens

Diese einzigartige Wanderung habe ich euch bereits im Beitrag mit den 3 wunderschönen Panoramawegen vorgestellt (hier zu den Details). Der Panoramaweg startet von der Bergstation Naraus und nach einem ersten steileren Aufstieg erstreckt sich der Weg mit einer atemberaubenden Aussicht ins Tal, über die farbigen Blumenwiesen, den Segnesboden mit Aussicht auf die Tschingelhörner. Über die Sommermonate sind zudem die Alpenkühe rund um den Wanderweg zu Hause, die sehr friedlich und aber neugierig sind 😉

Die Segneshütte lädt zum Verweilen ein, oder wer Lust hat, kann die Wanderung noch um ca. 30 Minuten verlängern und bis zum Wasserfall am Segnesboden spazieren. Teile des unteren Segnesboden sind insbesondere als Moorlandschaft bekannt und bieten hier einen besonderen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die Wasserläufe glitzern immer wieder an neuen Orten und bannen ihren Weg durch die leuchtend gelb-orangen Blumenwiesen.

Wanderung // Rundtour zum Segnespass & Tschingelhörner

Wer eine etwas anspruchsvollere Tour auf sich nehmen möchte und mit einer einzigartigen Aussicht und Naturspektakel belohnt werden, der sollte unbedingt den Aufstieg zum Segnespass (2625 m ü.M.) wagen. Vom Segnesboden schlägt man den Weg nach rechts mit Blick auf die Tschingelhörner ein. Der Flimser Bergsturz (der grösste in den Alpen) prägt hier die Landschaft. Zu Beginn führt der Weg am Wasserfall vorbei, worauf die Steigung beginnt. In Kürze legt man einige 100 Höhenmeter zurück und es lohnt sich die glitzernden Wasserläufe des Segnesboden von oben zu bewundern. Langsam kommt man dem Martinsloch näher, welches ein prägender Bestandteil der UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona ist. Zweimal im Jahr (13./14. März & 1./2. Oktober) fällt hier das Licht der Sonne direkt durch das Loch und scheint auf den Kirchturm von Elm.

Der Weg wird immer steiniger und ich hatte auf dem letzten Stück noch mit Schneefeldern zu kämpfen. Der letzte Aufstieg ist besonders anspruchsvoll und mit Ketten gesichert, Schwindelfreiheit ist jedoch vorausgesetzt. Auf dem Segnespass angekommen hat mich die Bernardinerdame «Dschinny» freudig begrüsst. An diesem Wochenende habe ich mich entschieden, die Nacht auf der gleichnamigen Mountain Lodge zu verbringen. Die steinige Hütte wurde Ende des zweiten Weltkriegs als Truppenunterkunft in die Ostflanke der Tschingelhörner gebaut und bietet für 12 Gäste Platz.

Auf der Passhöhe wird äusserst lecker gekocht (auch vegan!!!) und Raini der Hüttenwart hat so viele Geschichten zu erzählen, dass die Zeit im Nu vergeht. Ebenso ist der Sonnenuntergang etwas Spezielles hier oben gewesen, den ich so schnell nicht wieder vergessen werde. Am nächsten Morgen stärkt das leckere Frühstück für den anstehenden Abstieg. Ich persönlich bin einen ähnlichen Weg wieder zurück nach Flims spaziert. Aber ihr habt auch die Möglichkeit den Abstiegt nach Elm zu wählen.

Strecke: 8.9 km // Rundtour: 17 km
Dauer: 3:20h // 6h
Aufstieg: 801m // 865m
Abstieg: 17m // 884m

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Freestyle Academy

Die Freestyle Academy ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Spielplatz auf 1200 m2 und bietet mit verschiedenen Trampolinen, Parkouranlage, Trampolinwall und Skateboard Bowl ein einzigartiges Bewegungserlebnis. Die Anlage ist nicht nur für Kids gedacht, sondern auch für Junggebliebene ein abwechslungsreiches Erlebnis. Das Riders Hotel ist gleich neben der Academy und bei schlechtem Wetter kann man einfach ins Nebengebäude hinübergehen. Für die Zulassung zum Park muss jeder einen obligatorischen einstündigen Kurs absolvieren, aber danach steht dem Spass nichts mehr im Wege.

Mir persönlich hat das Trampolin sehr gefallen und für einige Zeit war ich wieder in meine Kindheit versetzt. Das Skateboarden hingegen liegt mir schon seit eh und je nicht und darum überliess ich die Rampe den flinken Kids 😉 Ganz egal, wie alt oder sportlich, der Indoor-Spielplatz hat für jeden etwas zu bieten.

Klettersteig Pinut

Wohl nahezu am meisten hatte ich mich auf das Erlebnis am Klettersteig Pinut gefreut. Jedoch hatte uns das Wetter einen Strich durch unser Sonnenaufgang Bergerlebnis gemacht. Nichtsdestotrotz, sollte das Ausflugsziel ganz hoch auf eurer Prioritätenliste stehen!

Das Begehen des Pinut durch den Flimserstein ist ein Naturerlebnis mit Nervenkitzel und wenig Risiko. Durch Höhlen, über Leitern und Treppen geht es über drei beinahe senkrechte Felsstufen durch den ältesten und noch bestehenden Klettersteig. Der Pinut ist perfekt für Einsteiger, aber trotzdem ist auch hier Schwindelfreiheit erforderlich. Das entsprechende Equipment, wie Klettersteigset, Helm und Klettersteighandschuhe, können direkt an der Talstation LAAX oder Flims oder in den lokalen Sportgeschäften gemietet werden.

Für die Kletterroute habt ihr verschiedenen Möglichkeiten, welche ihr auf der Website selbst einsehen könnt. Falls ihr lieber eine professionelle Führung in Anspruch nehmen möchtet, und direkt von einem erfahrenen Guide lernen wollt, könnt ihr dies mit einer Anmeldung am Vortag ebenfalls machen. Mein Klettererlebnis möchte ich unbedingt im September nachholen, und werde dies natürlich hier entsprechend updaten 🙂

Wart ihr schon mal in LAAX oder sonstwo in Graubünden?

*Pressereise. Vielen Dank an das LAAX Team

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